Beleihungswert – Definition und Bedeutung
Der Beleihungswert ist der Wert, den eine Bank einer Immobilie als dauerhaft erzielbar zuschreibt. Er liegt aus Vorsichtsgründen unter dem Verkehrswert.
Warum er niedriger ist
Er soll auch in schlechten Marktphasen Bestand haben. Marktübertreibungen bleiben außer Betracht. Üblich ist ein Abschlag vom Verkehrswert; aus dem Beleihungswert ergibt sich über die Beleihungsgrenze der maximale Darlehensbetrag.
Wirkung von Nutzungsrechten
Ein eingetragener Nießbrauch oder ein Wohnungsrecht mindert den Beleihungswert um den Kapitalwert — häufig um mehr, weil die Bank die eingeschränkte Verwertbarkeit zusätzlich berücksichtigt. Deshalb verlangen finanzierende Banken den ersten Rang für ihre Grundschuld.
Praktische Folge
Eine mit einem lebenslangen Recht belastete Immobilie ist kaum beleihbar.