Wohnungsrechtsvermächtnis – Definition und Bedeutung
Das Wohnungsrechtsvermächtnis räumt einer Person durch Testament oder Erbvertrag ein Wohnungsrecht ein, ohne sie zum Erben zu machen.
Typischer Fall
Das Haus geht an die Kinder, der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner erhält ein lebenslanges Wohnungsrecht. So bleibt das Vermögen in der nächsten Generation, die Versorgung ist aber gesichert.
Was zu beachten ist
Das Vermächtnis begründet zunächst nur einen schuldrechtlichen Anspruch gegen die Erben. Erst die notarielle Bestellung und die Eintragung in Abteilung II machen daraus ein dingliches Recht. Die Erben müssen daran mitwirken — ein Grund, die Verpflichtung im Testament eindeutig zu formulieren.
Steuerlich
Der Kapitalwert des Wohnungsrechts mindert den Erwerb der Erben und erhöht den des Vermächtnisnehmers.